Artikel: Goldenes Spätsommer-Glück: Selbstgemachter Traubensaft ohne Entsafter
Goldenes Spätsommer-Glück: Selbstgemachter Traubensaft ohne Entsafter
Wenn die Reben im Spätsommer unter schweren, sonnengereiften Trauben fast überquellen, gibt es im Garten und in der Küche kein Halten mehr! Häufig steht man plötzlich vor kiloweise saftigen Trauben, die viel zu schade sind, um nur nebenbei weggenascht zu werden. Unsere Rezept-Partnerin Sina von inthekitchenwithsina stand genau vor diesem Luxusproblem und hat die denkbar unkomplizierteste Lösung parat: Selbstgemachter, naturtrüber Traubensaft – komplett ohne teuren Entsafter und mit nur zwei Zutaten!
Für diesen goldgelben Fruchttraum braucht ihr weder Spezialgeräte noch müsst ihr stundenlang Kerne herauspulen. Die Trauben aus eurer Knollenliebe-Box werden einfach mit einem Schluck Wasser aufgekocht, mit dem Kartoffelstampfer zerdrückt und durch ein feines Sieb abgegossen. Mit Eiswürfeln und spritzigem Mineralwasser als eiskalte Traubensaftschorle serviert – das ist die pure, natürliche Erfrischung für goldene Herbsttage!
⏱️ Auf einen Blick
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Vorbereitungszeit: 15 Minuten
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Zubereitungs- & Kochzeit: 25 Minuten
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Gesamtzeit: ca. 40 Minuten
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Ertrag: ca. 2 Liter Saft
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Kategorie: Getränke & Säfte, Einkochen & Vorrat, Spätsommer-Ernte, Vegan
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🛒 Eure Zutaten
Für ca. 2 Liter puren Traubensaft:
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3 kg reife, helle Trauben (mit oder ohne Kerne – frisch aus eurer Knollenliebe-Box)
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300 ml Wasser
Für die erfrischende Traubensaftschorle (optional):
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Eiskaltes, sprudelndes Mineralwasser
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1 Handvoll Eiswürfel
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Frische Minze oder Zitronenscheiben (nach Belieben)
👩🍳 So einfach geht's:
1. Trauben vorbereiten
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Die hellen Trauben von den Stielen zupfen.
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In reichlich kaltem Wasser gründlich waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Beschädigte oder überreife Früchte aussortieren. (Die Kerne bleiben einfach drin – sie werden später ausgesiebt!)
2. Kochen & Zerstampfen (Ohne Entsafter!)
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Die gewaschenen Trauben zusammen mit 300 ml Wasser in einen großen Kochtopf geben. (Nicht wundern: Die kleine Menge Wasser reicht völlig aus, damit nichts ansetzt; den Rest Saft bringen die Trauben selbst mit).
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Bei mittlerer Hitze aufkochen und für ca. 15–20 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Beeren platzen und weich werden.
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Während des Kochens mehrmals mit einem Kartoffelstampfer kräftig zerdrücken, damit die prallen Beeren ihren Saft vollständig freigeben.
3. Abseihen & Klären
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Ein feines Küchensieb (oder ein mit einem Passiertuch ausgelegtes Sieb) über eine große Schüssel hängen.
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Die heiße Traubenmasse hineingießen und den Saft abtropfen lassen.
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Sinas Klarheits-Tipp: Lasst den Saft am besten ohne starkes Drücken durchlaufen, wenn ihr einen klaren Saft möchtet. Wer den Saft lieber samtig und naturtrüb mag, streicht das Fruchtfleisch mit der Rückseite einer Schöpfkelle sanft durch.
4. Pasteurisieren & Heiß Abfüllen
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Klassisch im Topf: Den abgesiebten Grundsaft zurück in einen sauberen Topf geben und auf mindestens 80–85 °C erhitzen (ein kurzes Aufwallen genügt, damit er sterilisiert wird).
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Im Thermomix: Den Saft portionsweise in den Mixtopf geben und auf 90 °C | Stufe 2 erhitzen.
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Abfüllen: Den kochend heißen Saft mithilfe eines Trichters sofort randvoll in sauber sterilisierte Glasflaschen füllen und direkt fest verschließen. Vollständig auskühlen lassen! 🍇🧊✨
💡 Sinas Tipps & feine Varianten
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Kerne dürfen bleiben: Spart euch das mühevolle Entkernen! Die Kerne geben beim kurzen Köcheln keine Bitterstoffe ab und bleiben beim Abseihen einfach im Sieb zurück.
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Kein zusätzlicher Zucker: Reife Spätsommertrauben strotzen vor natürlichem Fruchtzucker. Probiert den Saft nach dem Kochen – in den allermeisten Fällen ist extra Zucker völlig überflüssig.
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Säure-Kick mit Zitrone: Wenn eure Trauben extrem süß sind, rührt vor dem Abfüllen 2–3 EL frisch gepressten Zitronensaft unter. Das balanciert die Süße perfekt aus und sorgt für eine tolle Frische.
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Traubengelee als Extra: Habt ihr mehr Saft als Flaschen? Verwendet einen Teil des Grundsafts direkt mit Gelierzucker 2:1 für ein samtiges, goldenes Traubengelee!
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Dunkle Trauben: Das Rezept funktioniert eins zu eins mit roten oder blauen Weintrauben – heraus kommt ein tiefdunkler Saft mit edler Rubinfärbung.
❓ Häufige Fragen zu selbstgemachtem Traubensaft (FAQ)
Muss ich Trauben für den Saft entstielen?
Ja, das Entstielen lohnt sich! Auch wenn es ein paar Minuten dauert: Gröbere grüne Stängel enthalten Gerbstoffe, die den Saft beim Einkochen herb oder bitter machen könnten. Die Trauben lassen sich jedoch schnell und unkompliziert mit den Fingern von den Rispen streifen.
Wie lange ist selbstgemachter Traubensaft haltbar?
Wenn ihr den Saft auf mindestens 80–85 °C erhitzt und kochend heiß in absolut saubere, sterilisierte Flaschen füllt, hält er sich dunkel und kühl gelagert problemlos 6 bis 12 Monate. Einmal geöffnete Flaschen gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb von 4 bis 5 Tagen geleert werden.
Kann ich Traubensaft wirklich ganz ohne Entsafter zubereiten?
Absolut! Ein normaler großer Suppentopf, ein einfacher Kartoffelstampfer und ein feines Sieb reichen völlig aus. Durch das Aufkochen mit etwas Wasser platzen die Schalen auf und geben zusammen mit dem Stampfer fast die gesamte Flüssigkeit frei.
Kann man Traubensaft einfrieren?
Ja! Wenn ihr keine Flaschen sterilisieren möchtet, lasst den Saft abkühlen und friert ihn portionsweise in gefriergeeigneten Behältern (oder Eiswürfelformen für Schorlen) ein. So bleibt das frische Aroma monatelang wie frisch gepresst.
















